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Eine liberale Betrachtung zur selbstzerstörerischen Linken

30. Oct. 2013

Fidesz verdankt seinen komfortablen Vorsprung in den Umfragen der Schwäche der linken Opposition, meint ein liberaler Analyst.

„Vor einem Jahr sah es noch so aus, als wäre Fidesz durch eigenes Verschulden dem Untergang geweiht: Jetzt ist es die Linke, der es so ergeht“, beschwert sich der Philosoph Zoltán Miklósi in Szuverén.
Ende 2012, angesichts einer Wirtschaft, die einmal mehr in Rezession versank, mit Studentenprotesten, die „die öffentliche Meinung aufrüttelten“, und Umfragen, bei denen sich über 70 Prozent unzufrieden über die Regierung äußerten, hätte eine glaubwürdige Opposition für einen Umschwung zu ihren Gunsten sorgen können. Stattdessen habe es Fidesz geschafft, seine Position zu festigen, da nach Ansicht Miklósis die Linke unfähig ist, eine klare Alternative aufzuzeigen. Der Philosoph vertritt die Meinung, dass die neue sozialistische Elite sogar noch farbloser sei als die alte Garde. Zudem sei Gordon Bajnais Bewegung Gemeinsam 2014 mit Blick auf ihre eigene Identität nach wie vor zurückhaltend, wodurch Ferenc Gyurcsánys Demokratische Koalition wieder ins Spiel gefunden habe.
Miklósi beschreibt Gyurcsány als talentierten Unruhestifter, der schwer zu ignorieren sei. Doch empfehle es sich auch nicht, ihn mit ins Boot zu holen. Dies habe er durch seinen Auftritt bei der Oppositionskundgebung am 23. Oktober bewiesen (vgl. BudaPost vom 25. und 28. Oktober). „Die größte Stärke von Ministerpräsident Orbán ist die Schwäche der Opposition“, schließt Miklósi und mahnt, dass es kein alternatives linkes Personal gebe. Jede Verbesserung müsse mit der aktuellen Führungsmannschaft geschehen.

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