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Zum Zustand der Pressefreiheit in Ungarn

25. Dec. 2013

Ein rechtsorientierter Kolumnist kritisiert einen Videoclip der Organisation Reporter ohne Grenzen zum Thema Zensur in Ungarn. Dabei hält er es ungeachtet zahlreicher Kontroversen um die Freiheit der Medien in Ungarn für lächerlich, Ministerpräsident Orbán mit autoritären Diktatoren zu vergleichen.

In einem ins Internet gestellten Videoclip der internationalen Medienbeobachtungsorganisation Reporter ohne Grenzen, der auf die Bedeutung einer unabhängigen Medienberichterstattung aufmerksam machen möchte, wird der ungarische Ministerpräsident Viktor Orbán in einem Atemzug mit Kim Jong-un, Robert Mugabe, Ilham Alijew, Wladimir Putin und Baschar al-Assad genannt.

Der Videoclip stelle tatsächlich eine zeitgemäße Erinnerung daran dar, wie selten eine ehrliche und unabhängige Berichterstattung mittlerweile geworden sei, heißt es auf Jobbegyenes. „Hinsichtlich der vom Staat kontrollierten öffentlich-rechtlichen Medien Ungarns gibt es eine Menge Probleme. Doch eine Verknüpfung des in der Tat peinlichen Systems der Nationalen Zusammenarbeit (Nemzeti Együttműködés Rendszerét [NER] – so lautet die regierungsamtliche Definition ihrer eigenen Herrschaft, die nunmehr meistens von Kritikern mit sarkastischem Unterton zitiert wird – Anm. d. Red.) mit blutrünstigen Diktatoren und Massenmördern ist ein gutes Beispiel für die grob vereinfachende Propaganda, gegen die zu kämpfen Reporter ohne Grenzen vorgibt.“ In einer Nebenbemerkung wundert sich der rechte Blogger, weshalb Präsident Barack Obama und der britische Premier David Cameron in dem Film unerwähnt blieben. Immerhin sei auch Präsident Obama vorgeworfen worden, Berichte über Chemiewaffen in Syrien manipuliert zu haben, während die Ehefrau des Journalisten, der die Snowden-Dokumente an die Öffentlichkeit gebracht habe, von den britischen Behörden schikaniert worden sei.

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