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Forintabsturz – aber des Notenbankchefs Lippen bleiben versiegelt

1. Feb. 2014

Ein der Regierung freundlich gesinnter Kommentator bezeichnet Zinssenkungen als bislang gut funktionierende Strategie, aber die Nationalbankspitze sollte das deutliche Zeichen beachten, dass die Märkte eine Erhöhung wünschten.

Nach dem Muster der türkischen Lira und der Währungen anderer aufstrebender Länder gab am Donnerstag auch der ungarische Forint gegenüber dem Euro extrem nach. Eine Äußerung von Ministerpräsident Viktor Orbán, wonach der Wechselkurs in der Kompetenz der Nationalbank liege, löste bei oppositionellen Medien einen Sturm der Entrüstung aus.

Im Leitartikel von Magyar Nemzet wird Fidesz-Spitzenpolitiker Antal Rogán für dessen Versuch angegriffen, den Forint-Absturz mit normaler Marktvolatilität zu entschuldigen. Leitartikler Tamás Nánási verweist darauf, dass der Forint zusammen mit anderen Währungen unter spekulativen Druck geraten sei, nachdem die Fed begonnen hatte, ihre lockere Geldpolitik zurückzufahren. Ein Wechselkurs über 300 sei schmerzlich und schädlich für die Wirtschaft und obgleich Nationalbankchef Matolcsy dem Beispiel der Emissionsbanken der Türkei und Südafrikas, die ihre Zinssätze erhöht hatten, nicht „sklavisch folgen“ dürfe, könnte eine „aggressive Rhetorik in einer sensiblen Situation unproduktiv wirken“, warnt Tamás Nánási.

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