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Politbarometer: kein Durchbruch bei den Linken

7. Feb. 2014

Mit Blick auf jüngste Meinungsumfragen stellt ein konservativer Kolumnist fest, dass die kürzlich gebildete Einheitsfront der linken Parteien eher dabei geholfen habe, Fidesz-Wähler zu mobilisieren, weniger hingegen das linke Wählerreservoir zu vergrößern. Der Grund hierfür liege im Fehlen einer Vision seitens der Linken.

„Bei den Linken ist kein Durchbruch zu verzeichnen“, schreibt Szabolcs Szerető in Magyar Nemzet mit Blick auf die jüngste Erhebung des Meinungsforschungsinstituts Medián. (Die Umfrage hatte nach der Formierung der linken Allianz [vgl. BudaPost vom 17. Januar] stattgefunden. Demnach hat sich die Einigung auf eine gemeinsame Parteienliste sowie gemeinsame Kandidaten keineswegs positiv auf die Unterstützung der Linken [22 Prozent aller Wahlberechtigten] ausgewirkt. Der Fidesz hingegen konnte seinen Vorsprung um zwei Punkte auf 39 Prozent ausweiten. Die Rechtsaußenpartei Jobbik erreicht zehn und die grün-alternative LMP drei Prozent. Bei den Wählerinnen und Wählern, die sich sehr wahrscheinlich am Urnengang beteiligen werden, führt der Fidesz sogar mit 52 Prozent vor dem Linksbündnis mit seinen 29 Prozent Zustimmung. Obgleich 45 Prozent der wahlberechtigten Bevölkerung einen Regierungswechsel bevorzugen würden, geben 51 Prozent an, unter keinen Umständen für das Linksbündnis stimmen zu wollen. – Anm. d. Red.) Es sei nicht das Format, sondern der Inhalt, der die Wähler vom Linksbündnis abschrecke, glaubt Szerető. Den Oppositionsparteien mangele es an einer Vision, fährt der regierungsfreundliche Journalist fort. Anstatt ein glaubwürdiges Programm zu entwickeln, versuchten sie aus den Wahlen vom April ein Referendum über die Orbán-Regierung zu machen, ohne gleichzeitig irgendwelche stimmigen Vorschläge hinsichtlich der künftigen Politik zu unterbreiten. Da sich diese Strategie bislang als wenig erfolgreich entpuppt habe, dürfte die Linke in ihrer Rhetorik aller Wahrscheinlichkeit nach noch radikaler und verzweifelter auftreten, befürchtet Szerető abschließend.

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