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Konservativer Philosoph: „Amerika ist ein Freund!“

21. Oct. 2014

In einer Stellungnahme zum beispiellosen Eklat im Verhältnis der USA zu Ungarn hat ein bekannter konservativer Philosoph die ungarische Regierung ermahnt, sie sollte sich die Vereinigten Staaten nicht zum Feind machen.

Ministerpräsident Viktor Orbán habe durch die erfolgreiche Anwendung einer konfrontativen Strategie sowohl im In- wie auch im Ausland seine Leute hinter sich einen und damit seine eigene Position stärken können, schreibt Ferenc Horkay-Hörcher auf Mos Maiorum. In diesem Falle (US-Einreiseverbot für mehrere ungarische Staatsbeamte und Geschäftsleute – vgl. BudaPost vom 20. Oktober) jedoch rät der Autor den Regierungschef zur Zurückhaltung und Mäßigung. Amerika sei nicht frei von Fehlern – aber der Garant für Ungarns Freiheit und Sicherheit. Keine Außenpolitik könne „angesichts einer Liste von Feinden/Gegnern unter Einschluss der USA“ erfolgreich sein.
Ungarn könne es sich nicht leisten, in Amerika als ein korruptes Land betrachtet zu werden, ist sich Horkay-Hörcher sicher und empfiehlt dem Ministerpräsidenten einerseits die Vermeidung einer weiteren Konfrontation, sowie andererseits, dass er die Renitenten innerhalb des eigenen Lagers zur Raison bringt. In ihrem eigenen Interesse sollte die Regierung mit äußerstem Nachdruck bereits den kleinsten Anschein von Korruption verhindern. Unterdessen hofft Horkay-Hörcher, dass der jüngste Konflikt zum Ausgangspunkt für eine Erneuerung der Beziehungen Ungarns zu Amerika werden könne.

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