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EU kann Zerfall verhindern

6. Jan. 2015

Ein Kommentator des linken Spektrums sagt voraus, dass die EU trotz aller Herausforderungen nicht auseinanderbrechen und es 2015 keine herben Rückschläge im europäischen Integrationsprozess geben werde.

2015 werde Herausforderungen bereithalten, aber es gebe keinen Grund, den Zerfall der Europäischen Union zu fürchten, hält Gyula Hegyi in Népszava fest. Der linke Analyst und frühere Abgeordnete des Europaparlaments hebt hervor, dass die EU-Integration von Beginn an ein langsamer und zögerlicher Prozess gewesen sei. Doch trotz aller Herausforderungen der Vergangenheit sei in der mehr als sechs Jahrzehnte währenden Geschichte der europäischen Integration keine der großen Errungenschaften rückgängig gemacht worden. Hegyi ist überzeugt, dass die UKIP die britischen Wahlen nicht gewinnen werde. In Hinblick auf Griechenland glaubt der Autor, dass man selbst im Falle des Sieges der radikal-linken Syriza bei den vorgezogenen Neuwahlen keinen Austritt des Landes aus der Eurozone fürchten müsse. Das nämlich würde sowohl den Interessen Athens als auch denen anderer Mitgliedsstaaten, darunter Deutschland, schaden. Trotz eines voraussichtlichen Popularitätszuwachses für extrem rechte Parteien in Finnland und Schweden sei es doch unwahrscheinlich, dass sich diese skandinavischen Staaten von der Idee der europäischen Integration abwenden würden, hält der Autor fest und ergänzt, die größte Herausforderung für die EU könnte sich aus einem Sieg der Podemos-Partei in Spanien ergeben. Sie würde auf Konfrontationskurs mit Brüssel gehen und die von der EU verlangten Sparmaßnahmen zu lockern versuchen. Nebenbei bemerkt Hegyi, dass die Stabilität der EU durch die Tatsache gestärkt werde, dass es „– solange nichts Unvorhergesehenes passiert – keinen Wechsel bei den drei wichtigsten Ämtern in Europa geben wird: dem der deutschen Kanzlerin, des französischen Staatschefs und des EU-Kommissionspräsidenten Jean-Claude Juncker“.

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