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Fidesz verliert Zweidrittelmehrheit

24. Feb. 2015

Die Kommentatoren sind sich bei der Bewertung des Ergebnisses der Nachwahl in Veszprém einig: Es handelt sich um einen Warnschuss für die Regierung und eine Ermutigung für die Opposition.

Im Leitartikel auf der Titelseite von Népszabadság heißt es, die Opposition habe dringend ein Signal benötigt, dass ihre Bemühungen nicht notwendigerweise ins Leere laufen. Mehr noch als der Entzug der parlamentarischen Fidesz-Zweidrittelmehrheit sei der Sieg des Oppositionskandidaten ein Beleg dafür, dass die Arbeit gegen die Regierung durchaus Sinn ergebe.

Für den Chefredakteur von Népszava, Péter Németh, haben die Wähler in Veszprém mit ihrer Entscheidung gegen den Fidesz-Kandidaten den Niedergang von Ministerpräsident Orbán eingeleitet. Nach wie vor verfüge er über eine komfortable Mehrheit im Parlament, doch sei der Mythos der Unbesiegbarkeit seiner Partei durchbrochen. Was noch fehle, sei eine reife und regierungsfähige Opposition, stellt der linksorientierte Journalist fest.

In Magyar Nemzet rät deren stellvertretender Chefredakteur Szabolcs Szerető dem Ministerpräsidenten, er sollte die Niederlage in Veszprém als Denkzettel betrachten und seine Politik korrigieren. Das wäre um so ratsamer, da die Erosion des Fidesz-Wahlvolkes bereits ein beunruhigendes Ausmaß angenommen habe, notiert der regierungsfreundliche Autor.

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