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Weckruf von Magyar Nemzet

28. Feb. 2015

Die führende Tageszeitung des rechten Spektrums setzt im Zuge der wichtigsten Ereignisse des vergangenen Monats – dem offenen Bruch ihres Eigentümers mit dem Ministerpräsidenten einerseits sowie andererseits der Fidesz-Niederlage bei der Nachwahl in Veszprém – ihre Kampagne für Veränderungen fort.

Im jüngsten Leitartikel von Magyar Nemzet im Rahmen einer ganzen Serie über die Nachwahlen in Veszprém weist Zoltán Hegyi den Vorwurf zurück, wonach die Niederlage des regierungsfreundlichen Kandidaten auf die negative Haltung der „Simicska-Medien“ zurückzuführen sei. (Die Fehde zwischen dem Ministerpräsidenten und dem ehemaligen Fidesz-Schatzmeister sowie Gründer eines im rechten Spektrum angesiedelten Medienimperiums, Lajos Simicska, hatte sich seit Juni vergangenen Jahres allmählich hochgeschaukelt, wurde aber erst zu Beginn des Monats in ihrem ganzen Ausmaß offenkundig – Anm. d. Red. [vgl. BudaPost vom 11. Februar]). „Die Simicska-Medien haben lediglich um Zurückhaltung und Mäßigung gebeten“, argumentiert Heygi. Ohne den für das Amt des Ministerpräsidenten zuständigen János Lázár namentlich zu nennen, kritisiert Heygi ihn sowohl für seine berühmt-berüchtigten Worte, wonach jene, die nichts verdienten, auch nichts wert seien, als auch für seinen Angriff auf altgediente Fidesz-Spitzenpolitiker, die jüngeren Funktionsträgern dringend geraten hatten, mit ihrem Reichtum nicht zu protzen (vgl. BudaPost vom 22. Dezember 2014). „Wacht auf!“, ruft der Autor aus und prophezeit, dass – falls sich in der Zwischenzeit nichts ändern sollte – der Fidesz auch die nächste, im April stattfindende Nachwahl in Tapolca verlieren werde. Und dieses Mal würde man den Rechtsradikalen von Jobbik unterliegen.

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