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Linke sollte sich neu erfinden

21. Apr. 2015

Ein linksorientierter Beobachter fordert die Linke auf, sie möge zu ihren Wurzeln zurückkehren, sich den brennenden Problemen der Normalbürger widmen sowie emotionale Botschaften aussenden. Geschehe dies nicht, werde die rechtsradikale Partei Jobbik die Unzufriedenheit in Ungarn komplett für sich vereinnahmen.

In Népszabadság wirft Péter Pető linken Politikern vor, sie hätten vergessen, dass „ihre Daseinsberechtigung das Wahlvolk ist, nicht aber die Medien“. Anstatt auf den Mangel an Recht und Ordnung an den Stadträndern oder die Armut der werktätigen Bevölkerung einzugehen, kritisierten sie die Regierung für deren Finanzpolitik. Kurz gesagt, es gelinge ihnen nicht, Emotionen zu schüren. Deswegen spielten sie für junge Generationen praktisch keine Rolle. Im Ergebnis werde Jobbik immer populärer und von begabten Leuten als zunehmend attraktiv empfunden. Jobbik sei flexibel: Die Partei habe einigen extremistischen Ballast über Bord geworfen, um ein größeres Publikum anzusprechen. Im Gegensatz dazu sei die Linke langweilig und verstehe nicht, was um sie herum geschehe. Petős Rezept ist einfach: Die Linke sollte einsehen, dass sie links sein sollte.

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