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Britische Unterhauswahlen – drei Schlaglichter

9. May. 2015

Vor Bekanntwerden der Wahl-Prognose (Exit-Poll) hatten die Kommentatoren mit einem äußerst knappen Wahlergebnis gerechnet und waren davon ausgegangen, dass sich ein Sieg der Konservativen negativ auf ungarische Arbeitssuchende im Vereinigten Königreich auswirken würde.

Auf Index äußert Gergely Tóth die Erwartung, dass im Falle, David Cameron bleibe britischer Premierminister, der Ungar Viktor Orbán auch künftig einen gelegentlichen Verbündeten in seiner Auseinandersetzung mit der Mehrheit im Europäischen Rat finden werde.

Auf 444 hält András Király fest, Labour sei für eingewanderte Ungarn die einzige Option mit beruhigender Wirkung gewesen. Zur Begründung seiner These verweist der Autor auf die Tatsache, dass Labour unter den großen Parteien die einzige Kraft sei, die die Einwanderung lediglich für Nichteuropäer habe beschränken wollen. Die übrigen Parteien dagegen zeigten keinerlei Neigung, die Freizügigkeit für Personen innerhalb der Europäischen Union zu achten.

In Új Szó, einer in der slowakischen Hauptstadt Bratislava erscheinenden ungarischsprachigen Tageszeitung, zeigt sich Botond Feledy überzeugt, dass die Tories weniger knallhart agierten, als ihre verbalen Bekundungen vermuten ließen. Dennoch dürften einige Einschränkungen wohl unvermeidlich sein. Der Autor bedauert, dass in der politischen Auseinandersetzung Großbritanniens eine unglückliche Vermengung von Flüchtlingen, europäischen Arbeitssuchenden und illegalen Einwanderern vorherrsche.

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