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Gedanken über den islamistischen Terrorismus

29. Jun. 2015

Die führende linksorientierte Tageszeitung sowie ein Kolumnist des rechten Spektrums befassen sich mit den Terrorüberfällen vom Freitag und warnen in diesem Zusammenhang den Westen davor, in muslimischen Ländern mit Gewalt vorzugehen.

„Die drei Terrorüberfälle sind Teil der Strategie des Islamischen Staates zu Mobilisierung seiner Anhänger“, heißt es in einem Kommentar auf der Titelseite von Népszabadság zu den Terroranschlägen in Frankreich, Kuweit und Tunesien. Die führende linksgerichtete Tageszeitung äußert die Vermutung, dass der islamistische Radikalismus bei „wurzellosen, religiösen Fanatikern“ im Westen beliebt sei. Da potenzielle Terroristen innerhalb des Schengenraums lebten, werde der von der ungarischen Regierung an der Südgrenze geplante Zaun nicht hilfreich sein, wenn es um das Fernhalten von Terroristen gehe, notiert Népszabadság und warnt abschließend vor Vergeltungsmaßnahmen, denn die Anwendung von Gewalt würde die Dinge nur noch weiter verschlimmern.

Zsolt Bayer von der Tageszeitung Magyar Hírlap weist den USA eine Mitverantwortung für den Terrorismus zu. Der rechtsorientierte Kommentator geht davon aus, dass es im Kampf der Kulturen nach [Samuel P.] Huntington gerade der Westen gewesen sei, der angegriffen habe. In der Sicht Bayers sind die von den USA angeführten westlichen Mächte in die islamische Welt eingedrungen, haben dort fürchterliche Verbrechen an Zivilisten begangen und bestehende Staaten zerstört. Darüber hinaus hätten die USA „die dunkelsten Islamisten“ bewaffnet, die nunmehr dem Westen den Krieg erklärt hätten, fügt Bayer hinzu.

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