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Altersrente nach 40 Jahren Arbeit?

15. Aug. 2015

Eine linksorientierte Kommentatorin hält nichts von der Idee, Männer wie Frauen bereits nach 40 Jahren aktiver Beschäftigung bzw. Zahlung in die Rentenkasse die Pensionierung zu ermöglichen.

In Népszabadság äußert die Wirtschaftsjournalistin Emese F. Szabó die Ansicht, sollte ein von den Gewerkschaften vorgeschlagenes Referendum erfolgreich sein, müssten die Ausgaben des staatlichen Rentenfonds um weitere 200 Milliarden Forint erhöht werden. Diese Summe käme noch zu den 200 Milliarden Forint hinzu, die bereits jetzt für die Berentung von Frauen unterhalb des offiziellen Pensionsalters nach mindestens 40 Jahren Arbeit oder Versicherung gezahlt würden. Demographische Trends ließen darauf schließen, dass das früheste Renteneintrittsalter eher angehoben als gesenkt werden sollte, gibt Szabó zu bedenken, räumt aber ein, es sei unrealistisch, von Menschen jenseits der 55 eine unveränderte physische Leistungsfähigkeit zu erwarten. Sie aber in Rente zu schicken, könne man sich kaum leisten. Deswegen schlägt Szabó für über 55-Jährige kürzere Arbeitszeiten vor, wobei die Beschäftigten für ihre Einkommensverluste automatisch zu entschädigen seien.

(Die Gewerkschaftsinitiative wird von der Sozialistischen Partei sowie von Jobbik unterstützt, wohingegen der Fidesz darauf aufmerksam macht, dass ein möglicher Erfolg die Stabilität des Rentensystems gefährden würde. Zur Zeit liegt das allgemeine Renteneintrittsalter bei 62 Jahren und sechs Monaten. Es wird jährlich um sechs Monate erhöht, bis es 2021 die Grenze von 65 Jahren erreichen wird – Anm. d. Red.)

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