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Deutschland führt Grenzkontrollen wieder ein

15. Sep. 2015

Ein Analyst der politischen Mitte fragt sich, ob der freie Reiseverkehr innerhalb der Schengen-Zone wohl aufrechterhalten werden könne. Anlass der Überlegungen ist die Entscheidung Deutschlands, an seiner Grenze zu Österreich zeitweilig wieder Kontrollen durchzuführen.

Auf Mandiner macht sich Ákos Gergely Balogh Gedanken darüber, ob die zeitweilige Wiedereinführung von Grenzkontrollen in Deutschland – nach österreichischem und dänischem Vorbild – das Ende der grenzenlosen Europäischen Union einläute. Der moderate Blogger vermutet, dass die Bewegungsfreiheit innerhalb der EU nur dann aufrecht zu erhalten sei, falls die Außengrenzen der Union verstärkt würden. Brüssel sollte sofort über eine gemeinsame Grenzüberwachungsbehörde sowie ein entsprechendes System entscheiden und die Bearbeitung von Asylanträgen beschleunigen, empfiehlt Balogh. Zudem sollte die EU die Einrichtung von Flüchtlingszentren in Nordafrika und dem Nahen Osten finanzieren. Außerdem befürwortet der Autor vor einer Verstärkung der Unionsaußengrenzen die Aufnahme Rumäniens und Bulgariens in die Schengen-Zone. Auch könnten die serbischen Südgrenzen in das gemeinsame Grenzregime eingefügt werden. Dies, so argumentiert Balogh, würde Ungarn entlasten sowie den Zaun, der die in Serbien lebenden Magyaren von Ungarn trennt, überflüssig machen.

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