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Die ungarische Rechte und der Antiamerikanismus

27. Nov. 2015

Ein konservativer Publizist weist Vorwürfe aus dem rechten Lager zurück, wonach die USA für die aktuelle Migrationskrise und sogar für die Pariser Terroranschläge verantwortlich seien. Ein regierungsfreundlicher Kommentator fragt sich andererseits, weshalb die USA ihre europäischen Partner nicht über die Terrorgefahr informiert hätten.

Gergely Szilvay vom konservativen Blog Mandiner hält es für ernüchternd, dass weite Kreise der ungarischen Rechten die USA für die Flüchtlingskrise und sogar die Terroranschläge von Paris verantwortlich machten. Laut Szilvay würden rechtsorientierte Kommentatoren gar nahelegen, dass die USA absichtlich für Chaos im Nahen Osten sorgten, um Europa mittels Migration zu destabilisieren. Der Autor weist diese Vorwürfe als „populistische Verschwörungstheorien“ zurück, die die Rolle der USA aufbauschen würden. In einer Nebenbemerkung macht Szilvay darauf aufmerksam, dass ein derartiger antiamerikanischer Diskurs bei der Linken weit verbreitet sei, während in Ungarn offenbar die Rechte an derlei Ideen glaube.

Die Verbindung zwischen terroristischen Bedrohungen und der massenhaften Migration sei zwangsläufig, behauptet Ottó Gajdics in Magyar Idők. Die US-Geheimdienste seien bereits lange vor dem Pariser Massenmord über für den Terror verantwortliche extremistische Gewaltverbrecher informiert gewesen. Der regierungsfreundliche Kolumnist glaubt, dass man kein Verschwörungstheoretiker sein müsse, um sich zu fragen, weshalb die USA ihre europäischen Partner nicht über das von diesen Leuten ausgehende Sicherheitsrisiko informiert hätten.

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