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Syrienkrise: Eskalation befürchtet

26. Nov. 2015

In Kommentaren zum Abschuss eines russischen Kampfflugzeuges im Grenzgebiet zwischen der Türkei und Syrien vertreten linke und rechte Kolumnisten die Ansicht, dass ein gemeinsames Vorgehen von Nato und Russland zur Wiederherstellung des Friedens in Syrien angesichts dieses Vorfalls eher unwahrscheinlich sei.

Russland und die Türkei lägen seit Jahrhunderten miteinander im Streit, doch der Abschuss des russischen Kampfflugzeuges werde die Spannungen zwischen den beiden Staaten weiter erhöhen, heißt es im Leitartikel auf der Titelseite von Népszabadság. Nach dem Vorfall erschienen die Chancen einer gemeinsamen UNO-Resolution über die Stationierung von internationalen Bodentruppen in Syrien sehr gering, schreibt das linksorientierte Blatt. Angesichts einer fehlenden Einigkeit zwischen den großen Mächten würden Syrienkrieg und Chaos verlängert sowie der Zustrom von Migranten nach Europa weitergehen, unterstreicht Népszabadság.

In Magyar Idők äußert Levente Sitkei die Befürchtung, dass mit dem russischen Kampfflugzeug auch die Chance auf einen Verhandlungsfrieden für Syrien abgeschossen worden sei. Obgleich ein direkter bewaffneter Konflikt zwischen Russland und der Nato unwahrscheinlich sei, existiere jetzt nur noch wenig Hoffnung auf eine russische Bereitschaft, sich dem Westen zur Wiederherstellung des Friedens in Syrien anzuschließen, glaubt Sitkei.

 

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