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Rückholprogramm: 52 kehrten heim

10. Dec. 2015

Eine konservative Kommentatorin geht davon aus, dass sich der Abwanderungstrend von jungen und gut ausgebildeten Ungarn nur umkehren lasse, wenn das wirtschaftliche Umfeld in der Heimat innovationsfreundlicher gestaltet werde.

Das Rückholprogramm der Regierung werde sein Ziel wohl verfehlen, schreibt Zsuzsanna Körmendy in Magyar Nemzet. (Im Rahmen des Regierungsprogramms, das junge und qualifizierte Ungarn zurückholen soll, kehrten 52 Expats aus dem Vereinigten Königreich nach Ungarn heim. Rückkehrern werden Finanzhilfen und Jobs angeboten – Anm. d. Red.) Körmendy erinnert daran, dass im vergangenen Jahr 80.000 Ungarn das Land in Richtung Deutschland und weitere 50.000 nach Großbritannien verlassen hätten. In den vergangenen fünf Jahren seien etwa 500.000 Ungarn auf der Suche nach Verdienstmöglichkeiten ins Ausland gegangen. Im Lichte dieser Zahlen hält es Körmendy für unrealistisch, dass das Regierungsprogramm den Migrationstrend umkehren werde. Die konservative Kolumnistin hält höhere Löhne allein für nicht ausreichend, um Auswanderer zurück in die Heimat zu locken. Um Ungarn attraktiver für die qualifizierte und zunehmend mobile Jugend zu machen, benötige das Land ein Innovation und Talent förderndes Wirtschaftsumfeld, notiert Körmendy.

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