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Lebenslang für rassistische Serienmörder

14. Jan. 2016

Mit Blick auf die letztinstanzliche Verurteilung von drei rechtsradikalen Serienmördern zu lebenslanger Haft wirft die führende linke Tageszeitung des Landes der Öffentlichkeit Apathie angesichts des Todes von sechs Mitbürgern vor.

Népszabadság begrüßt in ihrem Leitartikel auf der Titelseite das vom obersten ungarischen Gerichtshof (Kurie) bestätigte Strafmaß der Vorinstanz. (Die drei angeklagten Männer hatten 2008 und 2009 im Rahmen einer Serie von nächtlichen Überfällen völlig willkürlich sechs Roma ermordet, darunter ein Kind. Mit ihren Taten wollten sie gewalttätige Auseinandersetzungen zwischen den Ethnien Ungarns provozieren, die letztendlich in einen allgemeinen Krieg gegen die Roma-Minderheit müden sollten. Die Täter waren 2013 erstinstanzlich zu lebenslanger Haft verurteilt worden. Am Dienstag hat die Kurie dieses Urteil nunmehr bestätigt – Anm. d. Red.) Die linksorientierte Tageszeitung hätte von der Öffentlichkeit eine leidenschaftlichere Verurteilung der Mörder erwartet. Und so wirft das Blatt der Bevölkerung vor, dem Geschehen gegenüber gleichgültig eingestellt zu sein. Für Népszabadság ist dies ein Zeichen von mangelnder moralischer Belastbarkeit und ungenügendem Zusammenhalt.

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