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Gewerkschaften: Keine Unterstützung eines wilden Streiks

21. Mar. 2016

Ein liberaler Kommentator entrüstet sich über Gewerkschaftsverbände, die vor illegalen Streikaktionen aus Protest gegen die Regierungspolitik warnen.

In der Wochenzeitung Magyar Narancs bezeichnet Zsolt Zsebesi die Gewerkschaftsbosse als „jämmerlich unfähige Idioten“. (Hintergrund ist die Tatsache, dass Vertreter der Gewerkschaften nach eigenem Bekunden zwar die von den protestierenden Lehrern erhobenen Forderungen unterstützen, nicht aber wilde Streiks, wie sie vom Hauptredner der Protestkundgebung vom 15. März ausgerufen worden waren, vgl. BudaPost vom 17. und 18. März – Anm. d. Red.) Zsebesi führt ins Feld, dass derlei Arbeitsniederlegungen nur deswegen illegal wären, weil die rechte Parlamentsmehrheit „die Durchführung von Streiks in Ungarn unmöglich gemacht hat“. Und so suggerierten „feige“ Gewerkschaftsführer, dass jeglicher ernsthafter Widerstand gegen die aktuelle Regierung sowieso sinnlos sei, womit sie sich „ihre eigenen Gräber schaufeln“, resümiert Zsebesi. (Die Demokratische Lehrergewerkschaft versucht rechtskonforme Bedingungen für eine symbolische einstündige Arbeitsniederlegung am 30. März zu schaffen. Allerdings räumte der Gewerkschaftsvorsitzende ein, dass die Zeit knapp bemessen sei – Anm. d. Red.)

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