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Merkels Haltung kritisiert

19. Mar. 2016

Eine führende konservative Publizistin beschuldigt die deutsche Regierungschefin, sie setze die Zukunft ihres Landes sowie des gesamten Kontinents mit ihrer Weigerung aufs Spiel, eine komplett neue Einwanderungspolitik zu betreiben.

„Mein Land für ein Gesicht!“, ruft Zsuzsanna Körmendy von der Tageszeitung Magyar Nemzet aus. Mit dieser Paraphrasierung des berühmten Ausspruchs „Mein Land für ein Pferd!“ (Shakespeare, Richard III.) beschreibt sie die migrationspolitische Haltung von Bundeskanzlerin Angela Merkel. Laut Körmendy ist sich Merkel nur allzu wohl darüber im Klaren, dass ihr an eine unkontrollierte und unbegrenzte Masse von Migranten gerichtetes Willkommen ein Fehlschlag gewesen sei. Allerdings gebe sie dies aus Angst vor einem Gesichtsverlust nicht zu. Und anstatt nun einen Politikschwenk zugunsten einer zuverlässigeren Sicherung der europäischen Außengrenzen vorzuschlagen, hoffe Merkel darauf, dass die Türkei anstelle Europas diese Arbeit künftig erledigen werde. Der Leitartikel Körmendys wurde am frühen Freitagmorgen und somit noch vor Beginn des zweiten EU-Gipfeltages ins Internet gestellt. Dennoch hielt sie es bereits für ausgemacht, dass der Gipfel keinen Schritt Richtung einer neuen und nachhaltigen Einwanderungspolitik gehen werde. Mit Blick auf Ungarn äußert Körmendy die Hoffnung, dass „die gesamteuropäische Welle des Hasses“, der Merkel Ungarn aufgrund seiner „regelkonformen Haltung“ im vergangenen Jahr ausgesetzt habe, nunmehr der Vergangenheit angehöre.

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