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Notenbankpolitik Matolcsys gelobt

7. May. 2016

Nach Beobachtung eines rechtsorientierten Nachrichtenportals hat der Präsident der Nationalbank mit seiner mutigen Politik dafür gesorgt, dass sich der ungarische Steuerzahler über riesige Gewinne freuen könne.

Während der Präsident der Ungarischen Nationalbank (MNB) zur Zeit wegen seiner umstrittenen Nutzung von Zentralbankgeldern von der Presse heftig kritisiert wird (vgl. BudaPost vom 29. April und 6. Mai), findet Gergely Szabó lobende Worte für die Politik von György Matolcsy. In einem umfangreichen Artikel auf Mandiner betont Szabó, im Gegensatz zu seinen Vorgängern habe Matolcsy begriffen, dass die MNB ihren Leitzins senken könne, ohne eine größere Inflationsgefahr heraufzubeschwören. Er sei mutig genug gewesen, Zinssätze aggressiv zu senken, was sich äußerst positiv auf die Bilanz der MNB, den Staatshaushalt sowie die ungarische Wirtschaft ausgewirkt habe.
Im Folgenden verweist der Autor darauf, dass frühere Zentralbanker ihr Augenmerk vor allem auf umfangreiche Devisenreserven gelegt hätten, die extrem niedrig verzinst auf ausländischen Konten geparkt worden seien. Die Differenz zwischen den gezahlten und erhaltenen Zinsen habe der MNB – und den Steuerzahlern – Jahr für Jahr massive Verluste beschert. Die Politik Matolcsys habe dagegen die Bilanz der Notenbank bislang um 1.000 Milliarden Forint verbessert, rechnet Szabó vor.
Da Leitzinssenkungen die Aufwendungen für die Verzinsung der Staatsschulden vermindert hätten, habe dies dem Haushalt bis 2016 Ausgaben in Höhe von 1.000 Milliarden Forint erspart und verbessere jedes Jahr die Haushaltsbilanz, wobei sich auch die Zinsausgaben von Privathaushalten und Unternehmen verringerten, unterstreicht der Autor.
Angesichts einer perfekt terminierten Umwandlung der Devisen- in Forintkredite habe die MNB zudem die Verluste von Privathaushalten um 350 Milliarden Forint reduziert, macht der Mandiner-Analyst geltend. Abschließend kommt Szabó zu folgendem Urteil: Selbst wenn die Ausgaben in Höhe von fünf Milliarden Forint für ein gegenwärtig in der Kritik stehendes MNB-Programm (vgl. BudaPost vom 26. April) umstritten sein sollten, so falle dieser Betrag im Vergleich zu den riesigen Gewinnen, die die Notenbank dem ungarischen Steuerzahler beschert habe, kaum ins Gewicht.

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