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Erste Reaktionen auf den Brexit

25. Jun. 2016

Die britischen Wähler haben sich mit knapper Mehrheit für einen Austritt ihres Landes aus der Europäischen Union entschieden. Vor diesem Hintergrund fragt sich ein in der politischen Mitte angesiedelter Kommentator, ob die Krise von Vereinigtem Königreich und EU überhaupt überwunden werden könne. Ein konservativer Philosoph fordert von Brüssel, dass es stärker auf die Interessen der Nationalstaaten eingehen müsse.

Es sei unklar, ob und wie die EU und das Vereinigte Königreich die nach der Brexit-Entscheidung der britischen Wähler entstandene Situation auflösen könnten, stellt Albert Gazda in Magyar Nemzet fest. Die ersten Reaktionen der Finanzmärkte ließen erkennen, dass der Brexit im Vereinigten Königreich eine massive wirtschaftliche und politische Krise heraufbeschwören könnte. Für den Analysten der politischen Mitte lautet die aus dem Brexit zu ziehende Schlussfolgerung, dass Politiker bei Wahlkämpfen niemals unverantwortliche Versprechungen abgeben sollten. David Cameron mag zwar die letzten Parlamentswahlen durch die Zusage eines Referendums gewonnen haben, doch habe sich der Erfolg als äußerst kurzlebig entpuppt und zudem verheerende Auswirkungen gezeitigt, konstatiert Gazda.

„Die britischen Wähler haben Brüssel eine klare Botschaft übermittelt“, schreibt Ferenc Hörcher auf Mandiner. Der konservative Philosoph interpretiert das Ergebnis des Referendums als deutlichen Hinweis darauf, dass die Briten die Nase voll gehabt hätten von der allzu zentralisierten EU-Bürokratie. Die EU könne ihre aktuelle Krise nur dann überwinden, wenn sie weniger auf Zentralismus setze und sich aufmerksamer den Belangen der Menschen widme. Um alles das zu erreichen, müsse die EU stärker die Souveränität der Nationalstaaten beachten, gibt sich Hörcher überzeugt.

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