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Ein Argument für das Quotenreferendum

2. Sep. 2016

Ein unabhängiger konservativer Analyst erläutert, weshalb er sich auch als Kritiker dieser Regierung am Referendum über die EU-interne Verteilung von Flüchtlingen nach festen Quoten beteiligen und „Nein“ ankreuzen werde. Unser etablierter humanistischer Konsens habe im Bereich einer massenhaften Einwanderung keinen Bestand, so der Analyst.

Auf Mandiner bezeichnet Ákos Gergely Balogh das Konzept einer Volksabstimmung über die verpflichtenden Umverteilungsquoten für Migranten als hässlich, aber auch „etwas, das funktionieren könnte“. Der massive Zustrom von Migranten, die Europa verzweifelt aus Richtung Süden und Osten zu erreichen suchten, beschere Europa ein schwerwiegendes moralisches Dilemma: Würden sie ordnungsgemäß untergebracht, sendete Europa weiteren Millionen das Signal, kommen zu dürfen. Würden sie auf der anderen Seite abgewiesen, missachtete Europa „das Gebot der Menschlichkeit“.
Unsere Menschenrechtsparadigmen stammten aus einer Zeit mit einem unvergleichlich geringeren Ausmaß an Einwanderung, erläutert Balogh und vertritt die Ansicht, dass unser einstiges moralisches Gerüst nicht mehr tragfähig sein werde, wenn wir unsere Verantwortung künftigen Generationen gegenüber im Auge behielten. Das Referendum sei keine elegante Idee, räumt der Autor ein. Es passe nicht zu unserer etablierten Weltsicht, die sich in „glücklichen Friedensjahren“ ausgebildet habe. Dennoch könnte es funktionieren und müsse deswegen versucht werden, empfiehlt Balogh.

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