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Standard & Poor’s stuft Ungarn hoch

20. Sep. 2016

Ein konservativer Analyst interpretiert die zweite Entscheidung einer großen Ratingagentur, Ungarn auf eine Anlagekategorie hochzustufen, als Bestätigung der oft kritisierten Wirtschaftspolitik von Regierung und Nationalbank.

Am Freitag hat Standard & Poor’s die Bonitätsbewertung Ungarns auf „BBB-“ heraufgestuft. In einer Pressemitteilung begründete S&P die Entscheidung mit stabilen Wachstumsraten und dem geringen Defizit des Landes. Die Ratingagentur geht davon aus, dass das Defizit in diesem Jahr 1,8 Prozent betragen wird. Auch hob sie ihre frühere Prognose der Wachstumsentwicklung für den Zeitraum 2016 bis 2019 auf durchschnittlich 2,5 Prozent pro Jahr an. Nachdem im Mai bereits die Ratingagentur Fitch Ungarn aus dem Ramschniveau gehoben hatte, empfehlen nun zwei der drei Haupt-Ratingagenturen Investoren den Erwerb ungarischer Anleihen.

Standard & Poor’s habe letztendlich den Erfolg der unorthodoxen Finanz- und Währungspolitik der ungarischen Regierung anerkannt, kommentiert Zoltán Dénes in Magyar Idők. Diejenigen Ratingagenturen, die Ungarn als Folge der Wirtschaftsreformen der Regierung auf Ramschniveau herabgesetzt hatten, würden nun erkennen, dass diese oft kritisierte Politik letztendlich Früchte trage. Die ungarische Regierung habe Steuern gesenkt, Fremdwährungskredite in Forintschulden umgewandelt und die Wirtschaftsleistung angekurbelt, während sie in der selben Zeit das Defizit unter zwei Prozent gedrückt habe, hält Dénes fest.

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