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In memoriam Fidel Castro

29. Nov. 2016

Nach Einschätzung eines konservativen Publizisten ist die Kontroverse um die Herrschaft Fidel Castros kennzeichnend für die aktuellen ideologischen und zwischen Interessengruppen tobenden Streitereien um Kapitalismus und Menschenrechte.

Der Streit um das Vermächtnis von Kubas „geliebtem Diktator“ weise auf die Paradoxien einer revolutionären sozialistischen Modernisierung hin, schreibt Gábor Stier in Magyar Nemzet. Die umstrittene historische Erinnerung an Fidel Castro zeige die Verwicklungen des antikapitalistischen Idealismus auf. Castro sei das Aushängeschild einer radikal anarchistischen, antikapitalistischen und antikolonialistischen Ideologie linker Demonstranten im Westen des Jahres 1968 gewesen. Gleichzeitig, so analysiert der konservative Publizist weiter, erinnerten sich liberale Verfechter der Menschenrechte an den kubanischen Führer als einen blutigen Diktator, der aufgrund der Verletzung grundlegender Menschenrechte hätte bestraft werden sollen. Anstelle dieser allzu simplen Verallgemeinerungen fordert Stier hingegen eine nuanciertere und ausgewogenere Perspektive. So habe der sozialistische Idealismus Castros Unterdrückung nach sich gezogen, gleichzeitig jedoch könne niemand bestreiten, dass seine Herrschaft das Leben vieler armer Kubaner verbessert habe.

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