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Ideologische Divergenzen zwischen Budapest und Berlin

17. Dec. 2016

Ein konservativer Publizist beschäftigt sich mit den Hintergründen der politischen Spannungen zwischen Bundeskanzlerin Angela Merkel und der in Ungarn herrschenden Mitte-Rechts-Regierung.

In einem Beitrag für Mandiner erklärt Zoltán Szalai die Auseinandersetzungen zwischen der ungarischen Mitte-Rechts-Regierung und den von Angela Merkel angeführten deutschen Konservativen mit unterschiedlichen Wegen hin zu einer demokratischen Konsolidierung. So habe die Rechte in der Bundesrepublik erkannt, dass man, um dem Aufstieg der 68er radikal-marxistisch geprägten Linken Einhalt zu gebieten, einerseits eine Bastion liberal-demokratischer Institutionen einrichten und andererseits im Sinne einer Konsolidierung der Demokratie mit der gemäßigten Linken zusammenarbeiten müsse.
Konservative in Deutschland gründeten ihre politische Vision auf einer konsensorientierten Politik sowie der Verteidigung elementarer liberaler Institutionen. Im Gegensatz zum deutschen Weg Richtung Konsolidierung habe es die ungarische Rechte mit einer postkommunistischen Linken zu tun, die den Versuch unternommen habe, ihre Macht mittels liberaler demokratischer Institutionen zu verankern, analysiert Szalai.
Insofern ließen sich die Querelen zwischen der konservativen Regierung Ungarns und den deutschen Konservativen eher mit ihren verschiedenen politischen Strategien als durch ideologische Unterschiede erklären.

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