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MSZP und Jobbik für früheres Renteneinstiegsalter

8. Dec. 2016

In Népszava ist ein grimmiger Kommentar über zwei zeitlich und inhaltlich praktisch gleiche Vorschläge zum Renteneinstiegsalter zu lesen. So würden Jobbik-Parlamentarier Männern gestatten, nach 40 aktiven Jahren in Rente zu gehen, während Sozialisten diese Mindestgrenze bei 41 Jahren festlegen würden. Für Frauen war die 40-Jahre-Regel auf Vorschlag der Christlich Demokratischen Partei bereits im Jahr 2010 eingeführt worden.

In seinem Gastkommentar für Népszava bezeichnet Ferenc Dávid Pläne, Hunderttausenden die Frühverrentung zu gestatten, als unverantwortlich. Das Parlament hatte die Angelegenheit Ende November diskutiert und der Sekretär des Unternehmerverbandes VOSZ schreibt, es sei traurig, dass kein Abgeordneter den Mut aufgebracht habe, das Vorhaben als unhaltbar zu bezeichnen. Die Erwerbsbevölkerung nehme ab, während gleichzeitig die Anzahl der Rentner steige. Das sich ergebende Beitragsminus sowie die Mehrausgaben im Bereich der Rentenzahlungen würden zweifellos dazu führen, dass hunderte Milliarden aus dem Budget Richtung Pensionskasse fließen müssten, sollten die Vorschläge tatsächlich verabschiedet werden.
Dávid äußert die Befürchtung, dass mit dem Näherrücken des Wahltermins 2018 die politischen Kräfte weiter unverantwortliche Angebote unterbreiten würden. Deswegen regt der Autor einen Kompromiss an, wonach Frühverrentungen mit massiven Rentenabschlägen einhergehen müssten. So schlägt Dávid beispielsweise vor, dass Männer, die drei Jahre vor dem normalen Einstiegsalter von 65 Jahren ihr aktives Arbeitsleben beenden sollten, eine Senkung ihrer Renten um sechs bis sieben Prozent hinzunehmen hätten.

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