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Noch einmal fünf Jahre für Präsident Áder?

20. Dec. 2016

Mit dem herannahenden Ende der fünfjährigen Amtszeit von Präsident János Áder im kommenden Jahr könnten sowohl er als auch Regierungschef Viktor Orbán ihre Haltung noch einmal überdenken und sich für einen Verbleib Áders im Sándor-Palais entscheiden, glaubt ein linksorientierter Kolumnist.

In Népszava äußert Tibor Várkonyi die Ansicht, dass Präsident Áder möglicherweise doch noch fünf weitere Jahre amtieren werde, denn angesichts seiner in wenigen Monaten endenden Amtszeit zeichne sich noch immer kein potenzieller Nachfolger am Horizont ab. Ursprünglich habe sich Áder nur für eine fünfjährige Periode im Präsidentenpalast auf der Budaer Burg bereit erklärt. Nunmehr jedoch habe es den Anschein, als dass er jetzt über weitere fünf Jahre an der Staatsspitze nachdenke. Andererseits solle der Ministerpräsident bereits seit mindestens einem Jahr über einen Nachfolger nachgedacht haben, wobei der Minister für Humanressourcen, Zoltán Balog, monatelang als Mann seiner Wahl gegolten habe. Várkonyi jedoch vermutet, dass diese Personalie auf nicht besonders große Gegenliebe seitens der Katholischen Kirche gestoßen sei, da es sich bei Balog um einen kalvinistischen Pfarrer handele. (Auch Ministerpräsident Orbán ist Kalvinist – Anm. d. Red.) Zur Zeit jedenfalls, so der altgediente Kommentator aus dem linken Spektrum, sei die plausibelste Prognose, dass János Áder bis 2023 ungarischer Staatspräsident bleiben werde.

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