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Brüssel erteilt Paks II grünes Licht

8. Mar. 2017

Eine regierungsnahe Kolumnistin lehnt ein Referendum über die Erweiterung des Atomkraftwerks Paks ab. Ein linksorientierter Kommentator bezeichnet es als bedauerlich, dass die Linke – obgleich ursprünglich eine Befürworterin – Paks II nunmehr zum Schüren von Ängsten missbrauche.

Mariann Őry von der Tageszeitung Magyar Hírlap äußert die Hoffnung, dass über den Bau von weiteren Atomreaktoren im AKW Paks nicht per Volksabstimmung entschieden werden wird. Őry verweist auf eine jüngste Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Publicus, der zufolge die Ansichten der Ungarn im Hinblick auf das Paks II-Projekt statt von Beurteilungen der Kernenergie weitgehend von politischen Gesinnungen bestimmt würden.

Auch der frühere sozialistische Europaabgeordnete Gyula Hegyi bedauert die Tatsache, dass sich Paks II zum Gegenstand parteipolitisch-ideologischer Auseinandersetzungen entwickelt hat. Der linksorientierte Autor hält die Erweiterung des AKW für vernünftig, und zwar sowohl hinsichtlich wirtschaftlicher Durchführbarkeit und Energieversorgungssicherheit als auch mit Blick auf umweltpolitische Erwägungen. In Magyar Nemzet erinnert Hegyi daran, dass die Ausbaupläne erstmals im Jahre 2009 von der damaligen sozialistischen Regierung unter Ferenc Gyurcsány bekanntgemacht worden seien. Vor diesem Hintergrund sei es eigenartig, dass die Linke, darunter auch Ferenc Gyurcsány, das Projekt nunmehr ablehne. Resümierend empfiehlt Hegyi der Linken, sie sollte sich für eine größere Transparenz einsetzen, statt das Vorhaben aufgrund unbelegter Behauptungen sowie infolge von Panikmache abzulehnen.

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