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Jobbik fordert Lohngleichheit in Europa

10. Jul. 2017

Jobbik macht sich für ungarische Löhne auf europäischem Niveau stark. Vor diesem Hintergrund warnt ein ehemaliger Industrie- und Handelsminister vor derartigen Eingriffen durch den Staat.

Jobbik fordert eine „europäische Lohnunion“. Ungarische Beschäftigte sollten demnach genau so viel verdienen wie ihre Kolleginnen und Kollegen in Staaten Westeuropas.

Standardisierte „europäische Löhne“ würden nicht existieren, betont Ákos Bod Péter in Heti Válasz. Ohne Jobbik ausdrücklich zu erwähnen räumt der konservative Ökonom und ehemalige Minister für Industrie und Handel (1990/91) ein, dass Forderungen nach „europäischen Löhnen“ in Ungarn zwar beliebte Slogans, aber auch höchst illusionär wären. Löhne hingen vom Niveau der jeweiligen Produktivität und Entwicklung ab, folglich existierten enorme Einkommensunterschiede selbst innerhalb von Ländern, doziert Bod. In Budapest gezahlte Reallöhne lägen durchaus nicht unter dem europäischen Durchschnitt, während Beschäftigte im Osten des Landes deutlich weniger verdienen würden. Tatsächlich jedoch würden zahlreiche Firmen schließen und die Arbeitslosenzahlen in die Höhe schnellen, sollte die ungarische Regierung höhere Löhne einführen, warnt Bod.

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