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Öffentliche Ausschreibung für Bahnlinie Budapest-Belgrad verkündet

29. Nov. 2017

Ein regierungsfreundlicher Kommentator äußert die Hoffnung, dass die Eisenbahnverbindung von Budapest in die serbische Hauptstadt Belgrad zur Ankurbelung der ungarischen Wirtschaft beitragen werde. Dieses Vorhaben dürfte lediglich chinesischen Exporteuren Vorteile bescheren, befürchtet dagegen ein Vertreter der linksorientierten Presse.

Attila Mártonffy von der Tageszeitung Magyar Idők begrüßt die Bekanntgabe der öffentlichen Ausschreibung für den Bau der Hochgeschwindigkeitsstrecke Budapest-Belgrad, der mit Hilfe eines chinesischen Darlehens in Höhe von drei Milliarden US-Dollar finanziert werden soll. Der regierungsnahe Kommentator erkennt im zunehmenden Interesse Chinas an der Region ein Indiz dafür, dass sich Mittel- und Osteuropa zu einem wichtigen Wirtschaftsmotor entwickelt hätten. Das Projekt der Schienenverbindung zwischen Budapest und Belgrad sollte den ungarischen Export nach China ankurbeln und Türen für weitere chinesische Investitionen in Ungarn öffnen, zeigt sich Mártonffy optimistisch.

Die Bahnlinie werde ausschließlich chinesischen Interessen dienen. Diese Ansicht vertritt Tamás Rónay in Népszava. Der Kommentator aus dem linken Spektrum hält die Perspektive steigender Exporte Chinas Richtung Europa keineswegs für hundertprozentig positiv. Für China, so argumentiert er, sei Ungarn nur als ein Land wichtig, welches chinesischen Unternehmen bei Eintritt auf den Markt der Europäischen Union unter die Arme greife.

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