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Zum Zustand der Wirtschaft am Jahresende

29. Dec. 2017

Zwei konservative Ökonomen blicken auf die Erfolge der ungarischen Wirtschaft im Jahre 2017 zurück und spekulieren über die Aussichten für 2018.

Nach Ansicht von László Bogár haben sich die Perspektiven der ungarischen Wirtschaft 2017 erheblich verbessert. Zum dritten Mal innerhalb einer Zeitspanne von mehreren Jahrhunderten hätten die Reallöhne 50 Prozent des westlichen Durchschnitts erreicht, hebt der regierungsfreundliche Ökonom in Magyar Hírlap hervor. Sollte die amtierende Regierung 2018 wiedergewählt werden, hätte Ungarn reale Chancen, weiter den Anschluss an die reicheren Teile Europas zu halten, glaubt Bogár. Allerdings werde dies ein holpriger Weg sein, da die Verbesserung der ungarischen Wirtschaftslage im Zuge einer heftigen Auseinandersetzung mit ausländischen Investoren erreicht worden sei.

Péter Ákos Bod, einst Industrieminister und später Präsident der Nationalbank unter der Antall-Regierung, zeigt sich hinsichtlich der Dynamik des ungarischen Wirtschaftswachstums weniger zufrieden. Der unabhängige konservative Ökonom erinnert in Heti Válasz daran, dass Ungarn einst das am besten entwickelte Land innerhalb der Visegrád-Gruppe gewesen sei, nunmehr jedoch das Schlusslicht bilde. Zwar könne man weitgehend die Wirtschaftskrise sowie die schlechte Regierungsarbeit vor 2010 für den relativen Verfall Ungarns verantwortlich machen. Auch habe sich die Wirtschaftslage seit 2009 deutlich verbessert. Dies sei allerdings in erster Linie EU-Geldern und der Rückkehr des Wirtschaftswachstums in Europa zu verdanken. Die ungarische Wirtschaft könnte sich erheblich schneller entwickeln, wenn die Regierung eine „weniger voluntaristischen Wirtschaftsplanung“ betreiben würde, so Bod abschließend.

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