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Linke in hoffnungsloser Lage

12. Jan. 2018

Ein Soziologe des linken Spektrums hält die Chancen des eigenen politischen Lagers auf verbesserte Beliebtheitswerte bis zu den Parlamentswahlen im Frühjahr für gering. Zur Begründung verweist er darauf, dass die Linke weder über eine glaubhafte Vision noch über charismatisches Führungspersonal verfüge.

Pál Tamás geht nicht davon aus, dass die Linke ihre Popularität bis zu den Parlamentswahlen werde steigern und die Regierung Orbán entsprechend herausfordern können. Es mangele ihr sowohl an einer in sich stimmigen Ideologie als auch an charismatischen Führungspersönlichkeiten, hebt der links ausgerichtete Soziologe in Népszava hervor. Da beides nicht existiere, könne die Opposition ihre Wähler nur mit Hilfe persönlicher Attacken gegen Ministerpräsident Orbán und dem Fokus auf Einzelthemen – allen voran die Korruption – mobilisieren. Um die Situation für die Linke noch schwieriger zu machen, müssten die Oppositionsparteien im Sinne einer Umkehr der von der Orbán-Regierung betriebenen Politik umfangreiche Reformen versprechen. Dabei müssten sie aber gleichzeitig auch der Öffentlichkeit eine Festigung der Stabilität zusichern. Es wird der Linken aber nach Einschätzung von Tamás nicht gelingen, das Beste aus beiden Welten herauszuholen.

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