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Verzweifelter Stoßseufzer angesichts einer sektiererischen Polarisierung

6. Apr. 2018

Drei Tage vor den Parlamentswahlen fordert ein „radikal Gemäßigter“ im öffentlichen Rampenlicht stehende Intellektuelle auf, sie mögen statt als Propagandisten ihrer bevorzugten politischen Lager besser als unabhängige Kritiker der Politik hervortreten.

In Magyar Nemzet fordert Róbert Puzsér eine weniger sektiererische und von Einseitigkeit geprägte öffentliche Diskussionskultur. Der gemäßigte und für seine leidenschaftlichen Meinungsäußerungen bekannte Kolumnist hält es für enttäuschend, dass selbst der Öffentlichkeit wohlbekannte Intellektuelle den politischen Parteien Ungarns als ideologische „Kommissare und Druiden“ dienen würden, und wirft ihnen eine Mitschuld vor, wenn das Niveau politischer Sprache und Kultur stetig nach unten geschraubt werde. Da Fachleute gegenüber ihrem favorisierten politischen Lager vollkommen unkritisch und mit Blick auf ihre Gegner immer feindseliger auftreten würden, könnten Politiker „bluffen und lügen“ ohne Angst haben zu müssen, von ihren intellektuellen Verbündeten hinterfragt zu werden.

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