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Europäisches Gericht urteilt zugunsten von Homoehen

12. Jun. 2018

Ein regierungsfreundlicher Kolumnist gibt sich besorgt, dass nicht gewählte Beamte und Richter den in der Europäischen Union zusammengeschlossenen Staaten ihre eigenen Werte aufzwingen könnten.

In Magyar Hírlap macht Dániel Kacsoh auf ein kürzlich ergangenes Urteil des Europäischen Gerichtshofs für Menschenrechte aufmerksam, das die rumänischen Behörden zwingt, die Ehe zweier Männer trotz im Lande fehlender Homo-Ehe anzuerkennen. (Die beiden hatten in den Vereinigten Staaten geheiratet und waren in der Folge nach Rumänien übergesiedelt, wo sie die gerichtliche Anerkennung ihres Status als Eheleute beantragten. Das rumänische Gericht verwies den Fall jedoch an den Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte, wo entschieden wurde, dass sich für eine Eheschließung zwei Personen zusammenfinden müssten, und zwar unabhängig ihres Geschlechts – Anm. d. Red.)
Kacsoh interpretiert den Fall als Ausdruck eines Kampfes zwischen nicht gewählten Entscheidungsträgern und dem europaweit vom Volke ausgehenden Willen. Heutzutage entwickelten sich die Ansichten nicht gewählter Bürokraten immer stärker zur Norm, während gleichzeitig gewählte Amtsträger als Populisten gebrandmarkt würden. Nach Ansicht Kacsohs ist ein langer und heftiger Kampf zwischen diesen beiden Kräften zu erwarten.

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