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Fodor – die Nr. 4 auf der Oppositionsliste

15. Jan. 2014

In der ersten Pressereaktion auf das neue Wahlbündnis der Opposition bezeichnet es ein liberaler Kommentator als haarsträubend, dass dem ehemaligen Chef des SZDSZ, Gábor Fodor, Platz vier auf der gemeinsamen Kandidatenliste eingeräumt wurde.

Bereits wenige Minuten nachdem die Vorsitzenden der Oppositionsparteien das Ergebnis ihrer im Verlauf der vergangenen Woche geführten intensiven Verhandlungen bekanntgegeben hatten, fragt László Szily von Cink wütend, welche Trumpfkarten Fodor möglicherweise noch aus dem Ärmel schütteln könnte, dass es ihm gelungen sei, die anderen drei zu erpressen, damit sie ihn derart hoch auf ihrer Liste platzieren. Der Autor glaubt, dass der sozialistische Parteivorsitzende Attila Mesterházy, DK-Chef Ferenc Gyurcsány sowie der Spitzenmann von Gemeinsam 2014, Gordon Bajnai, zu gleichen Teilen Einsatz, Netzwerke sowie Anhänger zum gemeinsamen Vorhaben beigesteuert hätten, doch könne er absolut nicht erkennen, worin Fodors Beitrag bestehen sollte. Szily gibt zu, in der Vergangenheit ein liberaler Militant gewesen zu sein, allerdings habe zu der Zeit jeder innerhalb des SZDSZ gewusst, dass Fodor „außer für nette Reden zu nichts zu gebrauchen“ sei. Folglich könnten die anderen drei Spitzenleute nicht ernsthaft hoffen, dass sie durch die Positionierung Fodors derartig hoch auf ihrer Liste ehemalige SZDSZ-Anhänger für sich gewinnen könnten. Demzufolge hätten sie keinen echten Grund gehabt, ihn noch vor prominente sozialistische Persönlichkeiten zu setzen – es sei denn, bemerkt Szily bitter ironisch, er verfüge über ein geheimes Video von deren Sexorgien.

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