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Roma als Wirtschaftsfaktor

20. Feb. 2015

Ein konservativer Analyst aus den Reihen der Roma-Minderheit sagt voraus, dass seine Volksgruppe bald eine der wirtschaftlichen Haupttriebkräfte sein wird. Wenn Roma-Konsumenten gezielt angesprochen würden, so glaubt er, könne man in verschiedenen Sektoren neue lukrative Geschäftsmöglichkeiten erschließen.

In Ungarn und Mittelosteuropa würden Roma künftig einen entscheidenden Faktor für ökonomisches Wachstum und Entwicklung darstellen, schreibt István Forgács auf Mandiner. Der konservative Roma-Aktivist hebt hervor, dass sich die Roma-Bevölkerung aufgrund des demografischen Wandels zu einem immer bedeutenderen Marktsegment entwickeln werde. Nach Angaben von Forgács sind bis zu 20 Prozent der Neugeborenen in Ungarn Roma. In etwas mehr als einem Jahrzehnt werde ein Fünftel der jungen Leute Roma sein – und damit eine Hauptzielgruppe für Unternehmen. Bislang habe die Wirtschaft die sozial ausgegrenzten Roma nicht als wichtige Konsumentengruppe betrachtet, doch im Kampf um Marktanteile müssten Firmen Produkte und Dienstleistungen entwickeln, die auf – häufig in Armut lebende – Roma abzielten. Als spezifisches Beispiel nennt Forgács die Tatsache, dass Roma in armen ländlichen Regionen oft weder über Bankkonto noch über Versicherungen verfügten. Der Autor ruft Akteure im Finanz-, Versicherungs- und Telekommunikationssektor auf, ihre Aufmerksamkeit stärker auf Roma-Verbraucher auszurichten. „Jene, die als erste an den Start gehen, werden in diesem Milliarden-Forint-Markt frühzeitig Vorteile für sich verbuchen können“, glaubt Forgács.

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