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Über zwei Prozent Wachstum beim Konsum

9. Apr. 2015

Für einen liberalen Analysten ist die Steigerung der Ausgaben privater Haushalte im vergangenen Jahr von beträchtlichen 2,7 Prozent zumindest teilweise darauf zurückzuführen, dass es sich um ein Jahr mit drei aufeinanderfolgenden Urnengängen – Parlaments-, Europa- und Kommunalwahlen – gehandelt habe.

So lautet die Einstiegsthese eines von Márton Kasnyik auf 444 verfassten Artikels. Im Folgenden unterzieht der Autor den vom Zentralen Statistikamt herausgegebenen Daten einer eingehenden Betrachtung. Demnach sei der Pro-Kopf-Verbrauch des wohlhabendsten Fünftels der Bevölkerung fast vier Mal so hoch wie der Verbrauch der unteren 20 Prozent. Die Tarifsenkungen im Bereich der Versorgungsdienstleistungen vom vergangenen Jahr hätten dem unteren Fünftel der Bevölkerung halb so viel gespart wie dem oberen Fünftel – obwohl der Einfluss dieser Einsparungen bezüglich der Haushaltseinkommen einen größeren Prozentsatz ausgemacht habe. Die Statistiken bestätigten zudem frühere Daten über regionale Ungleichheiten: Der Konsum in der westlichsten Region von Győr-Sopron stieg im Vorjahr um acht Prozent, während er im Nordosten des Landes im Bereich Szabolcs-Szatmár stagnierte. Kasynik findet es beunruhigend, dass die Armen all ihre Einkünfte in den Verbrauch stecken, ohne Rücklagen aufzubauen.

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