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Entvölkerung auf dem Land

11. Aug. 2015

Ein Kommentator der politischen Mitte kritisiert Entscheidungsträger, weil diese offenbar nicht einmal den Versuch unternehmen würden, etwas gegen den beängstigenden „freien Fall“ von Einwohnerzahlen in ländlichen Gebieten zu unternehmen.

In Világgazdaság schreibt József Hornyák, es sei keineswegs überraschend, dass dem kleinsten Dorf Ungarns, Iborfia, ganze acht Einwohner verblieben sind. In der näheren Umgebung existierten weder Jobs noch Schulen oder ein Allgemeinmediziner, auch im öffentlichen Personenverkehr fehlten mehrmals täglich zur Verfügung stehende Angebote. Wenn die Menschen den Eindruck hätten, ihre Grundbedürfnisse nicht befriedigen zu können, sei es nur eine Frage der Zeit, bis sie notgedrungenerweise abwanderten. Das Problem bestehe darin, dass Iborfia kein Einzelfall sei. Hunderte von Dörfern mit weniger als 500 Einwohnern und selbst kleine Landstädtchen seien die Hauptverlierer sowohl des Bevölkerungsrückgangs als auch der nationalen und internationalen Migration. Ungarn habe bislang noch keine Antwort auf diese bedrohlichen Trends gefunden, warnt Hornyák, „und es noch nicht einmal versucht“, obwohl die allmähliche freiwillige Entvölkerung Hunderter von Siedlungen den Entscheidungsträgern eine furchterregende Botschaft übermitteln sollte.

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