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Weihnachtliche Gedanken zum Kampf der Kulturen

25. Dec. 2015

Ein konservativer Kommentator setzt sich für eine gewisse Mäßigung und ein größeres Einfühlungsvermögen bei ideologisch geprägten Debatten ein. Obgleich das Land auch ohne einen sinnstiftenden Gedanken- und Ideenaustausch regiert werden könne, sei die extreme Polarisierung sowohl für die Gesellschaft als auch den Einzelnen schädlich.

Zeit für einen Waffenstillstand in den Kulturkriegen, schreibt der Blogger Dobray auf Mandiner. Mit Blick auf die jüngsten Auseinandersetzungen über die gesellschaftliche Stellung von Frauen (vgl. BudaPost vom 19. Dezember) sowie die abgesagte Errichtung eines Denkmals für Bálint Hóman (vgl. BudaPost vom 12. Dezember) äußert sich der Blogger enttäuscht, dass es aufgrund der zunehmenden rhetorischen Radikalisierung sowohl bei den Linken als auch bei den Rechten mittlerweile nahezu unmöglich geworden sei, eine sinnstiftende Debatte über ideologische Schützengräben hinweg zu führen: Die Linke sei inzwischen überempfindlich in Fragen, die ihre eigene ideologische Agenda berührten. Die Rechte wiederum reagiere nicht einfühlsam genug auf die Gedankengänge der Linken. Als eine Folge dieser Polarisierung des politischen Wortschatzes ließe sich ein allgemeiner Konsens – selbst wenn in bestimmten Aspekten durchaus vorhanden – nicht erreichen, bedauert Dobray und empfiehlt, dass wir bei Geistlichen und Psychologen in die Lehre gehen und versuchen sollten, die Besorgnisse, Ängste und Gedanken des jeweils anderen zu verstehen, damit wir danach sinnstiftend miteinander reden könnten. Obgleich sich das Land auch ohne Dialog führen lasse, so wirkten der fehlende Ideenaustausch und das nicht vorhandene Bemühen um ein gegenseitiges Verständnis zerstörerisch auf die persönlichen Beziehungen, beklagt Dobray resümierend.

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