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Drittes Bonitätsupgrade erwartet

3. Nov. 2016

Wenige Tage vor Veröffentlichung des aktuellen Berichts der Ratingagentur Moody’s und der erwarteten Höherstufung Ungarns auf einen Investmentgrade sieht eine konservative Kolumnistin die ungarische Wirtschaft auf dem richtigen Weg. Ihr Gegenpart aus dem linken Spektrum beklagt hingegen das schlaffe Wachstum.

Moody’s habe keine Wahl, als den Bewertungen von Fitch sowie Standard & Poor’s zu folgen und Ungarn auf einen Investmentgrade heraufzustufen, schreibt Zsuzsa Farkas in Magyar Idők. Die Befürchtungen der Ratingagenturen bezüglich der wirtschaftlichen Entwicklung Ungarns hätten sich als grundlos erwiesen, hält die regierungsfreundliche Analystin fest. Die Orbán-Regierung habe das Defizit klar unter der Schwelle von drei Prozent gehalten und die öffentliche Verschuldung von 80 auf 74,7 Prozent des BIP gesenkt. Gleichzeitig habe sich die Auslandsverschuldung noch deutlicher verringert, wodurch Ungarn weniger anfällig für die Launen ausländischer Investoren sei. Die nächste Aufgabe der Regierung bestehe nunmehr darin, kleinen und mittelständischen ungarischen Unternehmen zu helfen, ihre Produktivität anzukurbeln und dadurch die Arbeitsmarktlage sowie das Gemeinwohl zu verbessern, notiert Farkas.

Ungeachtet der erwarteten Höherstufung durch Moody’s zum Ende der Woche präsentiere sich das ungarische Wirtschaftswachstum weiter träge, schreibt Miklós Bonta in Népszava. Der Kolumnist des linken Spektrums erinnert daran, dass Morgan Stanley seine Wachstumsprognose im Jahresvergleich auf 1,8 Prozent korrigiert hatte. Dies ist für Bonta ein klarer Hinweis darauf, dass die Bemühungen der ungarischen Regierung zur Ankurbelung der Wirtschaft gescheitert seien.

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