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Regierung plant Reform der Grundschulausbildung

11. Mar. 2017

Ein konservativer Kämpfer für die Rechte der Roma begrüßt die Vorschläge der Regierung zur Einführung eines verpflichtenden Vorschuljahres, mit dessen Hilfe die Integration von Kindern aus sozial schwachen Familien unterstützt werden soll.

Zoltán Balog, Minister für Humanressourcen, hat dieser Tage Pläne bekanntgegeben, wonach seine Regierung die gegenwärtig achtjährige Grundschulausbildung um ein Jahr aufstocken wird. Mit Hilfe dieses zusätzlichen Vorschuljahres sollen sozial benachteiligte Kinder Anschluss an ihre Altersgenossen finden können.

Neunklassige Schule – neue Hoffnung für das Land“, überschreibt István Forgács seinen dem Thema gewidmeten Kommentar auf Mandiner. Der konservative Roma-Aktivist verweist darauf, dass die gesellschaftliche Integration der ärmeren Bevölkerungsschichten Ungarns, darunter zahlreiche Romafamilien, ausschließlich durch Bildung zu bewerkstelligen sei. Um Roma besser zu stellen, benötigten sie eine gute Ausbildung, die ihnen den Zugang zu interessanten Arbeitsplätzen erleichtere. Die Einführung eines derartigen Aufholjahres würde Kindern aus benachteiligten Familien bei der Aneignung von Fähigkeiten und gesellschaftlichen Werten helfen, die für einen erfolgreichen Abschluss ihrer Ausbildung unabdingbar seien, unterstreicht Forgács. Die bessere Integration und Ausbildung armer Roma würde dem ganzen Lande zugute kommen. Zugleich äußert Forgács die Ansicht, dass das zusätzliche Vorschuljahr ärmeren Roma viel eher helfen werde als ein Ende der an Nationalitäten orientierten Aufteilung im schulischen Bereich.

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