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Chancen der Linken 2018

4. May. 2017

Ein Kolumnist des linken Spektrums hält fest, dass die gegenwärtigen regierungskritischen Demonstrationen die Siegeschancen des Fidesz bei den Parlamentswahlen im kommenden Frühjahr nicht gefährden werden.

Laut zwei in der Vorwoche veröffentlichten Meinungsumfragen haben sich die Sympathien der ungarischen Wähler nach den gegen die Politik der Regierung abgehaltenen Protestdemonstrationen vom April nicht verändert. Demnach hat der Fidesz zwar in Budapest drei Punkte eingebüßt, dafür aber auf dem Lande ebenso viel zugelegt.

Der Fidesz sei immer noch die größte Minderheit, konstatiert Miklós Hargitai in Népszava. Die Mehrheit der Wähler würde die Regierungspartei nicht unterstützen, streicht der Kolumnist aus dem linken Spektrum heraus. Allerdings präsentiere sich die Opposition zersplittert und werde daher den Sieg des Fidesz bei den Parlamentswahlen 2018 kaum gefährden. Laut Hargitai liegen die ideologischen Grundlagen des Fidesz in Trümmern, zudem wachse die Unzufriedenheit mit der Regierung. Doch in einem System mit nur einem Wahldurchgang könne sich der Fidesz als größte Minderheit nichtsdestotrotz den Sieg sichern. Den einzelnen Oppositionsparteien gehe es deshalb vor allem um ein Überspringen der Fünf-Prozent-Hürde, um zumindest im Parlament eine symbolische Stimme der Kritik am Fidesz zu haben, analysiert Hargitai abschließend.

Die neusten Zahlen präsentierte am Mittwoch das Institut Medián. Diesen Angaben zufolge muss der Fidesz im Zeitraum Januar bis April einen Rückgang bei der Gesamtbevölkerung um sechs Punkte (von 37 auf 31 Prozent) hinnehmen.

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