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Fidesz gewinnt kommunale Nachwahl

24. May. 2017

Ein konservativer Publizist urteilt, dass die Opposition jungen Leuten keine politische Heimat anzubieten habe. Dabei denkt er vor allem an diejenigen, die in jüngster Zeit durch verschiedene Massendemonstrationen ihre Unzufriedenheit mit der aktuellen Regierung zum Ausdruck gebracht hatten. Insofern sei ein Fidesz-Sieg bei den Parlamentswahlen 2018 kaum in Gefahr.

Eigenartig, dass die linke Opposition ihre Niederlage bei einer Nachwahl in Gyula nicht verstehen könne, seien doch die beiden konkurrierenden Linkskandidaten zugunsten eines unabhängigen zurückgetreten, schreibt István Dévényi auf Válasz. Man habe fälschlicherweise angenommen, dass die jüngsten Massenproteste zugunsten der Central European University den Linken neue Möglichkeiten eröffnen würden. Tatsächlich aber würden die neuen unzufriedenen Akteure den einstigen Machthabern genauso misstrauen, wie sie die amtierende Regierung ablehnen würden. Falls nichts Unvorhergesehenes passieren sollte, könnte der Fidesz bei den im kommenden Jahr stattfindenden Parlamentswahlen problemlos eine Zweidrittelmehrheit gewinnen, urteilt Dévényi und schränkt ein: Falls nicht alle Oppositionsparteien (der Autor lässt offen, ob er Jobbik dabei mit einschließt) in sämtlichen Wahlkreisen mit einem gemeinsamen Kandidaten antreten sollten. Ziemlich kryptisch ergänzt Dévényi: „Es ist kein reiner Zufall, dass Leute wie (der ehemalige MSZP-Vorsitzende) Attila Mesterházy und (DK-Chef) Ferenc Gyurcsány Teil des Systems sind.“

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