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Botka sieht Verräter in den eigenen Reihen

28. Jul. 2017

Nach Ansicht eines Analysten des linken Spektrums führt der sozialistische Ministerpräsidentenkandidat einen hoffnungslosen Kampf gegen seine aufrührerischen Mitgenossen und sein Scheitern könnte den Niedergang der MSZP selbst signalisieren.

Auf Sztárklikk, einem linksliberalen Portal im Boulevardstil, sagt Zoltán Ceglédi voraus, dass sich MSZP-Ministerpräsidentenkandidat Lajos Botka im Vorfeld der im kommenden Frühjahr anstehenden Parlamentswahlen nicht gegen den inneren Kreis der Parteispitze werde durchsetzen können – also Personen, die mit seiner Politik nicht konform gingen. Genau genommen wolle Botka die MSZP auf Kosten der konkurrierenden linksliberalen Kräfte stärken und lehne jede Form der Zusammenarbeit mit dem Chef der Demokratischen Koalition, Ferenc Gyurcsány, ab. (In einem kürzlich in 168 Óra erschienen Interview hatte Botka verkündet, er werde keinerlei Kollaboration [mit dem Fidesz] oder Verrat innerhalb der MSZP tolerieren, wobei er beispielgebend auf Zsolt Molnár verwies. Molnár ist Mitglied des Parteipräsidiums und hatte seine Genossen aufgefordert, sich aktiv für ein breit angelegtes Bündnis aller linksliberalen Kräfte einzusetzen, und zwar unter Einschluss der Demokratischen Koalition – Anm. d. Red.)
Ceglédi erinnert daran, dass Molnár mit seinen Ansichten innerhalb des Präsidiums keineswegs allein dastehe. Indem er auf seiner gegen Gyurcsány gerichteten Linie beharre, renne Botka „kopfüber gegen die Wand“. Andererseits, so vermerkt Ceglédi bitter, habe keine Partei ein Überleben verdient, wenn sie neun Monate vor einer Wahl ihren eigenen Spitzenkandidaten erledige. Wenn die Sozialistische Partei vom Hochhaus springen wolle, „lasst sie nur machen und wir werden sehen, ob sie fliegen kann“.

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