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„Panama Papers“ als Beweis für die Doppelzüngigkeit des Mainstreams gesehen

17. Nov. 2017

Die jüngsten durch die sogenannten „Panama Papers“ ans Licht gekommenen Enthüllungen seien ein Beleg dafür, dass westliche Eliten ausländische Steueroasen zur Umgehung von Nationalstaaten nutzen würden. Einige, so das Fazit eines konservativen Kolumnisten in der führenden regierungsnahen Tageszeitung, würden ihre auf diese Art und Weise erzielten Gewinne sogar gegen Nationalstaaten ins Feld führen.

Sándor Halbok bezeichnet es als selbstgefällig, dass dieselben westlichen Eliten, die die ungarische Regierung der Korruption bezichtigten, selbst Offshore-Firmen und Banken zum Zwecke der Vermeidung von Steuern nutzten würden. In Magyar Idők listet der regierungsfreundliche Kommentator eine Reihe berühmter Persönlichkeiten, Politiker, wohlhabender Investoren sowie multinationaler Unternehmen auf, deren Namen mit der Veröffentlichung der Panama Papers durchgesickert seien. Einzelpersonen und Unternehmen sollten zur Zahlung von Steuern in denjenigen Staaten verpflichtet werden, in denen sie ihre Gewinne erwirtschaften würden, meint Halbok und verurteilt gleichzeitig die Praxis einiger, ihre unversteuerten Einkünfte zur Beeinflussung der Politik zu verwenden. Als ein Beispiel verweist Halbok auf George Soros, dem er vorwirft, seine Gewinne aus der „Steueroptimierung“ zur Einmischung in die Politik verschiedener Länder in der Hoffnung auf Schwächung ihrer nationalen Souveränität zu gebrauchen.

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