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Streit um Aus- und Einwanderungszahlen

29. Jun. 2018

Eine liberale Kommentatorin wirft ihren Blick auf Statistiken, die sich mit Angaben über die Aus- und Rückwanderung ungarischer Staatsbürger befassen. Dabei kommt sie zu dem Schluss, dass man in diesem Zusammenhang weder der Opposition noch der Regierung trauen könne.

Sowohl die Opposition als auch die Regierung würden die Auswanderungsstatistiken verzerren und jeweils für ihre eigenen politischen Zwecke ins Feld führen, schreibt Fruzsina Előd auf Index. Die liberale Kommentatorin erinnert an die jahrelange Behauptung seitens der Opposition, dass Ungarn wegen der „autoritären Regierungsführung des Fidesz“ dem Land massenweise den Rücken kehren würden. Auch wenn keine konkreten Daten vorlägen, so sei die ungarische Abwanderung Schätzungen zufolge eine der niedrigsten in der Region und liege nur geringfügig über dem EU-Durchschnitt. (Die Kalkulationen beruhen sowohl auf Angaben des ungarischen Statistikamtes als auch auf Erhebungen der entsprechenden europäischen Agentur Eurostat – Anm. d. Red.) Előd zufolge hatte die Abwanderung 2015 ihren Zenit erreicht, was allerdings nur wenig mit der Politik der Orbán-Regierung zu tun gehabt habe. Gemäß den Berechnungen würde mindestens die Hälfte der auswandernden Ungarn nach einigen Jahren zurückkehren. Zudem lasse der Jahresbericht des Statistischen Zentralamtes für das Jahr 2016 erkennen, dass die Zahl der Rückkehrer höher gewesen sei als die aller Abwanderer. Allerdings entbehre die Behauptung der Regierung, wonach mehr junge Ungarn zurückkehren als abwandern würden, ebenfalls jeglicher Grundlage, unterstreicht Előd.

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