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Ungarisches Echo auf die gewalttätigen Übergriffe am Kölner Hauptbahnhof

8. Jan. 2016

Ein konservativer Kolumnist kritisiert liberale Medien für deren fehlende Berichterstattung über die frauenfeindlichen Übergriffe in Köln und Hamburg. Ein linksorientierter Kommentator dagegen geht davon aus, dass angesichts fehlender Tatsachenbeweise eine angemessene Berichterstattung unmöglich gewesen sei.

In Magyar Hírlap bezeichnet es Ottó Nagy als absurd, dass linke ungarische Medien fünf Tage gebraucht hätten, um über die von gewalttätigen Gruppen organisierten Übergriffe in Köln und Hamburg zu berichten. Der konservative Kommentator wirft aber auch liberalen Medien in Deutschland sowie den USA vor, bewusst auf eine detaillierte Berichterstattung über die Angriffe auf Frauen während der Silvesternacht in deutschen Städten verzichtet zu haben. Für Nagy ist das Verschweigen der Tatsache, dass es sich bei den Tätern Augenzeugenberichten zufolge um nordafrikanische Männer gehandelt habe, ein weiterer Beleg für eine migrationsbezogene Tatsachenverfälschung unter dem Vorzeichen einer Political Correctness.

Da auch die deutsche Presse nichts zu den Kölner und Hamburger Übergriffen gemeldet habe, sei es unfair, für das Fehlen einer sachgemäßen Berichterstattung die ungarischen Linksmedien verantwortlich zu machen, antwortet Márton Gergely in Népszabadság auf die Kritik seitens konservativer Autoren. Selbst noch heute verfügten wir über keine genauen Informationen zu den Geschehnissen und es existiere kein Beweis, dass Migranten für die Übergriffe verantwortlich seien, betont der linke Kommentator. Es sei traurig, dass in Ungarn Tragödien wie einerseits der Ertrinkungstod von Migranten bei der Überquerung des Mittelmeers und andererseits die gewalttätigen Übergriffe in Deutschland im Rahmen der hochgradig polarisierten Debatte über die Flüchtlingskrise für ideologische Zwecke missbraucht würden, notiert Gergely abschließend.

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