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Nationalbankchef weiter in der Kritik

29. Apr. 2016

Vor dem Hintergrund der anhaltenden Diskussion über das Management von Geldern der Nationalbank (MNB) melden sich Kritiker und Verteidiger ihres Präsidenten mit leidenschaftlichen Kommentaren zu Wort.

In ihrem Leitartikel auf der Titelseite wirft Népszabadság MNB-Chef György Matolcsy pauschal „Korruption, gesetzwidriges Verhalten und Geldwäsche“ vor. Zugleich beschreibt das linke Blatt die Beziehungen zwischen den MNB-Stiftungen, dem Cousin Matolcsys, Tamás Szemerey, sowie dem Nachrichtenportal VS.hu als „immer undurchsichtiger“ (zum Hintergrund vgl. BudaPost vom 26. und 28. April). In ihrem Aufmacher bezeichnet Népszabadság Szemerey und dessen Bank als die Nutznießer von MNB-Geldtransfers, die hinter den nominellen Eigentümern von VS.hu stecken würden.

In gewohnt rüdem Ton äußert sich Zsolt Bayer. In Magyar Hírlap bezeichnet er die Kritiker Matolcsys als „schäbige Halunken“. Gleichzeitig lobt Bayer Matolcsy, weil dieser die Inflation auf nahe null sowie den Leitzins auf knapp über ein Prozent gedrückt habe. 80 Prozent der frei verfügbaren Ressourcen der Notenbank würden in Staatsanleihen investiert. Offiziellen Äußerungen, wonach es sich bei Szemerey nicht um den eigentlichen Eigentümer von VS.hu handele, schenkt Bayer Glauben und verweist darauf, dass VS sowieso ein stramm regierungskritisches Nachrichtenportal sei. Die Angriffe auf Matolcsy seien politisch motiviert, lautet dann auch die Schlussfolgerung Bayers.

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