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Maifeiertag stößt auf schwache Resonanz

3. May. 2019

Ein Kommentator des linken Spektrums wirft der Regierung vor, die Bedürfnisse von in Armut lebenden Ungarn zu ignorieren. Nach Auffassung eines regierungsfreundlichen Kolumnisten wiederum hat die amtierende Regierung mehr für ungarische Arbeitnehmer getan als frühere linke Kabinette.

Abgesehen vom Fidesz haben alle größeren Parteien den 1. Mai festlich begangen. Berichten zufolge war das Interesse an von der Opposition organisierten Veranstaltungen jedoch eher mager.

Absurd, dass Oppositionspolitiker die Feierlichkeiten zum 1. Mai für Angriffe gegen die Regierung genutzt hätten, echauffiert sich Gyula Haraszti in Magyar Nemzet. Unter der Fidesz-Regierung boome der Arbeitsmarkt, zudem herrsche in Ungarn quasi Vollbeschäftigung, notiert der regierungsnahe Autor. Und während die Wirtschaft in Schwung gebracht worden sei, befinde sich das Staatsdefizit unter Kontrolle. Die sozialpolitischen Versprechungen der Oppositionsparteien seien hingegen lediglich Luftschlösser und man sollte der Linken ihre Zusage nicht abnehmen, wonach sie sich um die Bedürftigen kümmern werde, so Haraszti abschließend.

Den ungarischen Arbeitern gehe es nicht viel besser als vor einem Jahrhundert, begründet Róbert Friss in Népszava das fehlende Interesse an den Veranstaltungen zum 1. Mai. In Westeuropa hätten Sozialdemokraten und Kapitalisten einen Pakt geschlossen und starke Wohlfahrtsstaaten geschaffen. Die ungarische Regierung hingegen kümmert sich laut Friss überhaupt nicht um die Armen. Vielmehr setze sie eine zunehmend autoritäre und diktatorische Herrschaft durch.

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