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Ungarische Wirtschaft weiter in Fahrt

29. Jun. 2019

Ein bekannter Wirtschaftsexperte lobt die Ungarische Nationalbank für ihre lockere Geldpolitik ebenso wie die fiskalisch konservative Strategie der Regierung. Er geht davon aus, dass das makroökonomische Umfeld dem ungarischen Wachstum helfe und die Wirtschaft krisenresistent mache.

István Madár erklärt auf Portfolio Ungarns schnelles und stabiles Wirtschaftswachstum mit den mutigen wirtschaftspolitischen Anreizen der Regierung. Die Ungarische Nationalbank habe frühzeitig erkannt, dass negative Realzinsen die Oberhand gewännen, und so kurbele sie die Binnennachfrage durch niedrig verzinsliche Kredite an. Dies helfe, die Löhne zu erhöhen und die Forint-Schwäche aufrechtzuerhalten, was der ungarischen Wettbewerbsfähigkeit zugute komme, so der Wirtschaftswissenschaftler. Gleichzeitig aber werde das Defizit unter Kontrolle gehalten. Madár gibt zu, dass die lockere Geldpolitik irgendwann eine Spekulationsblase schaffen könnte, doch gegenwärtig wiesen weder die Inflationsrate noch das Lohnniveau auf eine Überhitzung der Wirtschaft hin. Madár vermutet, dass die ungarische Wirtschaft krisenresistent geworden sei und daher ihre rasante Wachstumsgeschwindigkeit ungeachtet einer Konjunkturabkühlung in Westeuropa beibehalten könne. Dennoch sollte die Nationalbank früher oder später den Leitzins anheben, notiert Madár.

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